Am 30. August 2025 habe ich im Stadtzentrum von Mytilini (Lesbos) bei der Hertz (Thrifty)-Filiale ein Fahrzeug mit der Reservierungsnummer 623168999 gemietet. Bei der Übergabe wurden mir verschiedene Versicherungsoptionen angeboten, ich entschied mich jedoch dagegen und hinterlegte stattdessen eine Kaution. Dabei wurde mir nicht mitgeteilt, dass das Fahrzeug angeblich „brandneu“ sei – tatsächlich hatte es bereits über 3.000 Kilometer Laufleistung.
Während der Mietzeit entstand am linken hinteren Stoßfänger eine kleine Schramme. Ich zeigte den Schaden bei der Rückgabe sofort dem Mitarbeiter und bat darum, den Betrag von meiner Kaution abzuziehen. Doch der Hertz-Mitarbeiter erklärte, das Fahrzeug sei „brandneu“ gewesen, daher könne der Betrag nicht von der Kaution abgezogen werden. Stattdessen teilte man mir mit, dass mir zusätzlich zu der 850 €-Kaution noch Steuern und Reparaturkosten berechnet würden – insgesamt 1.029,60 €, die direkt von meiner Kreditkarte abgebucht wurden.
Mein Wunsch, mit einer verantwortlichen Person zu sprechen, wurde abgelehnt. Zudem wurde mir mitgeteilt, dass im Falle einer Nichtzahlung die Polizei eingeschaltet und meine Ausreise aus Griechenland verhindert werde. Obwohl ich mehrfach darauf hinwies, dass der Betrag in keinem Verhältnis zum minimalen Schaden stehe, wurde keine meiner Einwände berücksichtigt. Eine Reparaturrechnung wurde mir trotz Nachfrage nicht ausgehändigt. Ich habe eine E-Mail an Hertz Griechenland geschickt, aber seit über einer Woche keine Antwort erhalten.
Ich halte es für unangemessen und intransparent, für einen derart kleinen Schaden eine Summe zu verlangen, die sogar die Kaution übersteigt, und dabei keine Belege vorzulegen. Ich fordere daher die Rückerstattung des überzogenen Betrags (850 € + Steuern) und die vollständige Aufklärung des Vorfalls.
Kommentare