Der Flutschfinger war für mich immer der Inbegriff von Sommer und Nostalgie. Doch was ich kürzlich erlebte, war alles andere als ein Genussmoment. Voller Vorfreude kaufte ich eine Packung Langnese Wassereis mit dem Klassiker Flutschfinger und weiteren Sorten – ein Fehler, wie sich herausstellte. Schon beim Auspacken fiel auf, dass die Größen geschrumpft sind. Der Flutschfinger ist inzwischen so klein, dass man ihn in wenigen Bissen verputzt hat. Doch das wäre noch zu verkraften, wenn wenigstens der Geschmack geblieben wäre. Stattdessen trifft einen ein wässriger, künstlicher Eindruck. Die fruchtige Note, die das Eis früher so besonders machte, ist verschwunden. Der Flutschfinger schmeckt jetzt wie eine verwässerte Nachahmung seiner selbst. Meine Langnese-Erfahrung war schon oft durchwachsen, aber das hier hat mich besonders enttäuscht. Was ist passiert? Geht es wirklich nur noch darum, billig zu produzieren und die Qualität links liegen zu lassen? Nicht nur der Geschmack, sondern auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ein Witz. Für diesen Preis erwarte ich etwas mehr als einen schrumpfenden, geschmacklosen „Finger“. Langnese, so ruiniert man Kindheitserinnerungen. Dieses Eis werde ich in Zukunft links liegen lassen, und ich bin sicher, ich bin nicht allein damit.
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