Ozempic als Abnehmspritze verschrieben ohne ausreichende Aufklärung
Die Entscheidung für Ozempic zur Gewichtsreduktion fiel nach einem kurzen Arztgespräch, in dem das Medikament als moderne Abnehmspritze dargestellt wurde. Dass es sich dabei eigentlich um ein Diabetes-Medikament handelt und die Nutzung zum Abnehmen nur off-label erfolgt, wurde nur beiläufig erwähnt. Für die Ozempic Fertigpens habe ich in der Apotheke rund 285 € pro Monat selbst bezahlt, da keine Kostenübernahme vorgesehen war. Nach der dritten Injektion, die ich am 26.09.2025 angewendet habe, traten massive Nebenwirkungen auf: anhaltende Übelkeit, extremes Völlegefühl, Schwindel und eine deutliche Leistungsminderung im Alltag. Selbst kleine Mahlzeiten führten zu Beschwerden, Sport oder normales Arbeiten waren kaum noch möglich. Als ich diese Probleme ansprach, hieß es lediglich, das sei „normal bei Abnehmspritzen“. Genau diese Aussage empfinde ich als problematisch, denn hier geht es um ein stark wirksames Medikament und nicht um harmlose Unterstützung beim Abnehmen. Wer Ozempic als Abnehmspritze empfiehlt, sollte auch ehrlich über Risiken, Abbruchmöglichkeiten und Kosten sprechen. Ich erwarte, dass meine Situation ernsthaft geprüft wird und wünsche mir entweder eine medizinisch sinnvolle Alternative oder eine Lösung für die bereits entstandenen Kosten, da ich Ozempic unter diesen Umständen nicht weiter zur Gewichtsabnahme einsetzen möchte.


