Ich habe einen Man TGX 470 Lkw aus der Türkei gekauft und bar 145.000 Euro bezahlt – mit der Erwartung, deutsche Qualität zu erhalten. Leider wurden wir mehrfach enttäuscht und fühlen uns von MAN Türkei im Stich gelassen.
Bereits zwei Monate nach der Auslieferung stellte sich heraus, dass wesentliche Komponenten wie das Webasto-System fehlten. Daraufhin wurden wir in die Werkstatt gerufen, wo Avos nachgerüstet wurde. Das Fahrzeug stand einen Tag still, zusätzliche Kraftstoffkosten inklusive, und wir mussten dafür rund 300 km zurücklegen.
Später stellte sich heraus, dass das Fahrzeug ohne RIO-Steuereinheit ausgeliefert wurde – ein weiterer Rückruf war notwendig. Wir mussten erneut nach İzmir zur MAN-Werkstatt. Das Fahrzeug war über drei Monate ohne Steuerung unterwegs, ohne dass wir es wussten.
Nach nur zehn Monaten waren die Batterien defekt. Wir wussten nicht, wann genau die Garantie begonnen hatte, und mussten zwei neue Batterien für 23.000 TL selbst kaufen.
Zusätzlich kamen die Kotflügel mit rostigen Abdeckungen an. Diverse Wartungen und Reparaturen wurden von uns getragen. Schließlich versagte die Ölpumpe, was zu einem Schaden am Getriebe führte. Trotz Einhaltung aller Wartungsvorgaben, einschließlich Ölwechsel bei 120.000 km in einer MAN-Werkstatt, wurde der Schaden nicht von der Garantie übernommen.
ZF, der Getriebehersteller, meinte, ein solcher Defekt sei extrem selten („eins zu einer Million“) – und dennoch trat er bei uns auf.
Ich sehe mich gezwungen, rechtliche Schritte gegen MAN einzuleiten. Die Verantwortung wird auf die Werkstatt abgeschoben, obwohl wir bei MAN direkt gekauft und den Service dort in Anspruch genommen haben. MAN verweigert die Haftung, obwohl wir eine Herstellergarantie erwarten konnten.
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